KI-Workshop: was bringt er und für wen lohnt er sich?
Ein KI-Workshop liefert ein gemeinsames, realistisches Verständnis von KI im eigenen Unternehmen, eine Sammlung bewerteter Anwendungsideen aus dem eigenen Arbeitsalltag und eine Empfehlung für den nächsten Schritt. Er lohnt sich, wenn im Unternehmen noch kein klares Bild besteht und mehrere Personen auf eine gemeinsame Linie kommen sollen. Sinnvoll sind bis etwa acht Teilnehmer im Kompaktformat über vier Stunden und bis etwa zwölf im Intensivformat über acht Stunden. Der Preis liegt je nach Format im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich. Steht der Use Case schon fest, ist der Workshop die falsche Wahl.
Was ist das Ergebnis eines KI-Workshops?
Am Ende eines guten Workshops stehen drei Dinge:
- Ein gemeinsames Bild davon, was KI heute zuverlässig kann und wo die Grenzen liegen, bezogen auf das eigene Unternehmen und nicht auf allgemeine Beispiele.
- Eine Liste konkreter Anwendungsideen, die aus den Prozessen der Teilnehmer stammen und grob nach Wirkung und Machbarkeit sortiert sind.
- Eine Empfehlung, wie es weitergeht: direkt ein kleiner Pilot, eine Potenzialanalyse für die größeren Hebel oder zunächst Vorarbeit an Daten und Prozessen.
Was ein Workshop nicht liefert, ist eine belastbare Investitionsentscheidung mit Reifegradbewertung, Aufwandsschätzung und Risikoanalyse. Das ist Aufgabe der Potenzialanalyse.
Für wen lohnt sich ein Workshop?
Ein Workshop passt, wenn mehrere dieser Punkte zutreffen:
- Im Unternehmen wird über KI gesprochen, aber es gibt kein gemeinsames Verständnis.
- Die Erwartungen gehen auseinander, von großer Skepsis bis zu überzogener Hoffnung.
- Es ist unklar, wo überhaupt sinnvolle Anwendungsfälle liegen könnten.
- Mehrere Bereiche oder Führungskräfte sollen zu einer gemeinsamen Richtung kommen.
- Vor größeren Ausgaben soll erst intern Klarheit entstehen.
Wer sollte teilnehmen?
Das hängt vom Ziel ab. Geht es um Orientierung im Führungskreis, nehmen die Entscheider teil. Geht es um konkrete Ideen, sind die Personen entscheidend, die die Prozesse täglich bearbeiten, denn sie kennen die Reibungspunkte. Oft ist eine Mischung am wirksamsten. Für das Kompaktformat sind bis etwa acht Personen sinnvoll, für das Intensivformat bis etwa zwölf. Größere Gruppen verlieren an Beteiligung.
Kompakt oder intensiv?
| Kompakt | Intensiv | |
|---|---|---|
| Dauer | etwa 4 Stunden | etwa 8 Stunden |
| Schwerpunkt | Einordnung und erste Ideen | mehrere Bereiche, Ideen weiter ausgearbeitet |
| Teilnehmer | bis etwa 8 | bis etwa 12 |
| Gut für | Führungskräfte-Orientierung, erster Einstieg | Teams mit konkreten Arbeitsbereichen |
Was kostet ein KI-Workshop?
Der Preis bewegt sich je nach Format, Dauer, Vorbereitung und Reiseaufwand im unteren bis mittleren vierstelligen Bereich. Sie erhalten vorab einen Festpreis je Workshop. Im Verhältnis zu den Kosten einer falsch angesetzten Umsetzung ist das ein kleiner Betrag für eine gemeinsame Ausgangsbasis.
Wann ist ein Workshop die falsche Wahl?
- Der Use Case steht fest. Wenn klar ist, was umgesetzt werden soll, sparen Sie sich den Workshop und gehen in die Umsetzung.
- Sie brauchen eine Entscheidungsgrundlage. Für Reifegrad, Aufwand, Risiken und ROI-Szenarien ist die Potenzialanalyse das richtige Format.
- Es fehlt die Bereitschaft, danach etwas zu tun. Ein Workshop ohne geplanten nächsten Schritt verpufft.
Wie geht es nach dem Workshop weiter?
Sie erhalten eine schriftliche Zusammenfassung mit den vielversprechendsten Ansätzen und einer klaren Empfehlung. Der typische nächste Schritt ist entweder ein kleiner, klar abgegrenzter Pilot oder eine Potenzialanalyse für die größeren Vorhaben. Beides lässt sich direkt anschließen.
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